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Weiterer Anstrich

Unsere Fenster sind nach DIN 68800T3 tauchgrundiert. Vor Montagebeginn müssen die Fenster, welche von Ihnen werkseitig imprägniert bestellt wurden, noch einmal behandelt werden. Verwenden Sie dazu eine streichfähige nicht zu helle Holzschutzlasur, die Trockenschichtstärke muss mindestens 30 my betragen. Um einen wasserabweisenden, witterungsbeständigen sowie vor UV-Strahlen optimalen Schutz gewährleisten zu können, müssen die Fenster als Schlussanstrich nach dem Einbau mindestens zweimal mit einer steichfähigen Dickschichtlasur, Farbe nach Wahl des Bauherren, oberflächenbehandelt werden.
Beachten Sie bitte: Hohe Feuchtigkeit bzw. Temperatureinflüsse können bei schlechtem Oberflächenschutz zur Rissbildung am Holz führen.

Zwischenschliff

Durch Verwendung von wasserlöslichen, umweltfreundlichen Anstrichen ergibt sich bei den Fenstern eine etwas rauhere Oberfläche, was technisch keinen Nachteil und keine Reklamation darstellt. Die aufstehenden Poren bzw. Schmutzflecken sind bei werksgrundierten Fenstern vor jedem Anstrich mit einem bauseitigen Zwischenschliff (keine Stahlwolle verwenden!) zu versehen. Gemäß VOB-Richtlinie hat dies bei werksimprägnierten Fenstern vom Maler und nicht vom Fensterhersteller zu erfolgen.

   
Hinweise

Wir verwenden generell wasserlösliche, umweltfreundliche Anstrichmittel! Die Farbgebung erfolgt jeweils in Anlehung an die gültige Farbtonkarte. Ein Zwischenschliff bzw. ein weiterer Anstrich ist bei Fenstern mit fertiger Oberfläche vorerst nicht nötig. Je nach Witterungseinfluss ist eine Nachbehandlung der oberflächenfertigen Fenster nach einem Zeitraum von 1 bis 3 Jahren erforderlich. Wir verwenden auch hier umweltfreundliche wasserlösliche Lasuren. Die farbbedingte etwas rauhere Oberfläche sowie leichte Oberflächenrisse sind unvermeidbar und stellen keinen Mangel dar. Ein erstes Anzeichen für eine erforderliche Nachbehandlung ist u.a. eine stumpfe bzw. matte Oberfläche. Des Weiteren können Schadensbilder wie Farbabblätterung, Fleckenbildung, Vergrauungen, Verfärbungen, Blasenbildung, Rissbildung, punktförmiger Hageleinschlag usw. auftreten. Bei erkennbaren Schäden ist eine sofortige Ausbesserung sowie Wartung durch den Bauherrn durchzuführen, da ansonsten größere Schäden auftreten können.

Wartung und Pflege

Bei leichteren Abwitterungserscheinungen der Oberfläche sowie zur weiteren Pflege empfehlen wir, die schadhaften Stellen mit einem Schleifvließ bzw. feinkörnigen Schleifpapier (keine Stahlwolle!) leicht anzuschleifen und mit streichfähiger Dickschichtlasur nachzubehandeln. Bei größeren Bewitterungsschäden, starken Abblätterungen bzw. Lösen von großen Lackstellen muss vom Bauherrn das komplette Rahmenteil abgeschliffen werden. Anschließend verwenden Sie als Grundierung einen ein- oder mehrmaligen Anstrich mit einer streichfähigen Holzschutzlasur und als Endanstrich eine zweimalige Behandlung mit einer streichfähigen Dickschichtlasur.

 
Zusammenfassung

  1. Für die Grundierung benötigen Sie eine streichfähige Holzschutzlasur, für den Endanstrich eine streichfähige Dickschichtlasur. Zum Kauf empfehlen wir dem Nichtfachmann im Außenbereich lösungsmittelhaltige Farben, da diese leichter sowie gefälliger streichbar sind.

  2. Wenden Sie sich beim Kauf von Anstrichmitteln an ein Farbengeschäft mit fachlicher und persönlicher Beratung. Folgende Farbhersteller können wir empfehlen: Glasurit, Sikkens, Sigma, Primal, Bondex, Gori. Selbstverständlich können Sie als Bauherr auch andere Fabrikate verwenden, sofern geeignet. Beachten Sie jeweils die empfohlenen Verarbeitungshinweise!

  3. Farbtöne nach ihrer Wahl gibt es in ausreichender Anzahl. Lassen Sie sich Farbtonkarten vorlegen. Wenn möglich, verwenden Sie nicht zu helle Farbtöne da hier kein ausreichender UV-Schutz vorhanden ist. Farblose Lasuren dürfen nur in Verbindung und zur Mischung mit dunkleren Lasuren verwendet werden.

  4. Pflegearbeiten sowie Wartung haben nichts mit Gewährleistung zu tun. Sorgen Sie also immer für eine ausreichende Pflege und Wartung Ihrer Türen und Fenster. Falls Sie dies nicht selbst übernehmen wollen, fragen Sie Ihren Händler, manche Händler bieten preiswerte Wartungsverträge an!

Einbau
möglichst spät vornehmen, damit unnötige Bauschäden und Verschmutzungen vermieden werden können. Zum Abkleben nur geeignete Klebebänder verwenden (z.B. Tesa 7296).

Montage
muss von einem Montagefachman ausgeführt werden. Nur eine fachgerechte Montage schließt ein vorzeitiges Erlöschen der Gewährleistung aus.

Rolloleisten
und sonstiges Leistenmaterial, Fenstergriffe werden lose mitgeliefert.

PU-Schaum (FCKW-frei)
ist zur Abdichtung der Elemente am besten geeignet. Ab einer Breite und Höhe von 136 cm beim Ausschäumen Stock ausspreizen und mit Rahmendübel befestigen, damit keine Wölbung des Stockes erfolgen kann. Das Fensterelement sollte anschließend im Außenbereich sofort eingeputzt werden, da ungeschützter Schaum bereits nach ca. 4 Wochen porös wird und Feuchtigkeit aufnimmt und diese an den Fensterrahmen abgibt.

Beschläge
lassen sich an drei Punkten verstellen. Sollten die Fenster schlecht schließen, bzw. streift der Flügel, kann durch Verstellen der Beschläge und zwar:

    a) an den Schließplatten im Stockfalz
    b) an der Schere oben
    c) am Ecklager unten
eine Nachregulierung erfolgen.
Dazu braucht Ihr Monteur bzw. unser Werkskundendienst nicht angefordert werden. Evtl. von uns durchgeführte Einstellarbeiten müssen wir berechnen. Benutzen Sie bitte für die Beschlagseinstellung das mitgelieferte Einstellset. Tips für Pflege und Wartung: Bayerwald Pflege- und Wartungsleitfaden

Dichtfähigkeit
Spezial-Flügeldichtung, Teflon-beschichtet. Die bei höherem Schallschutz zusätzlich eingesetzte, geschäumte Q-Lon-Dichtung, welche im Stockfalz eingebaut wird, unter keinen Umständen entfernen oder ausbauen, da ansonsten die Dichtfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Die Dichtungen können mit allen Lacken wie z.B. wasserlösliche Acryle oder nitroverdünnbare Kunstharzlacke überstrichen werden. Überstrichene Farbe an unseren Dichtungen kann mit handelsüblichen Reinigungsmitteln entfernt werden.

Lüften
Stoßlüften mehrmals täglich bzw. ständiges Kippen nach Einbau der Fenster, auch während der schlechten Jahreszeit, ist zwingend nötig, um das Holz vor im Raum befindlicher Feuchtigkeit zu schützen. Kondensatbildung an der Glasseite innen ist ein Merkmal für zu hohe Luftfeuchtigkeit bzw. unzureichende Lüftung. Irreparable Schäden können die Folge sein.

Reinigung
Bei der Reinigung der Fenster keine Stahlwolle verwenden. Ebenso muss die Oberfläche von Eisenkontakten, eisenhaltigem Wasser, ölhaltigen Rußpartikelchen von Schornsteinen, Funkenflug von Schleif- und Schneidewerkzeugen, geschützt werden. Wegen Gerbsäuregehalt von Naturhölzern kann es zu kleinen schwarzen Punkten sowie Blauverfärbung des Holzes kommen. Durch nochmaliges bauseitiges Anschleifen kann in der Regel Abhilfe geschaffen werden.

Glasreinigung
Verschmutzungen an Glasscheiben nicht trocken abwischen oder verreiben. Mit Wasser unter Zusatz von nicht scheuerndem Waschmittel abwaschen. Hartnäckige Flecken mit einer Rasierklinge entfernen. Keine Haushaltsstahlwolle verwenden, da ansonsten leichte Kratzspuren entstehen. Glasreklamation ist nur innerhalb von zwei Tagen nach Anlieferung auf der Baustelle möglich.

Dichtung
Ist die Flügeldichtung defekt, so ist es nicht nötig, einen Werksmonteur anzufordern. Die Dichtung ist leicht aus der Nut zu ziehen, dann messen Sie Breite und Höhe der Dichtung. Fordern Sie diese direkt beim Händler an und Sie erhalten umgehend einen kompletten Dichtungssatz zurück.

Wartung
Alle beweglichen Beschlagsteile sind zweimal jährlich zu ölen, um eine einwandfreie Bedienung gewährleisten zu können. Erforderliche Wartungstips liegen bei Ihrem Fachhändler auf.

Schäden
Bitte führen Sie sofort eine Eingangskontrolle durch. Für Schäden, die durch nachfolgende Handwerker verursacht werden, übernehmen wir keine Garantie.

Für die notwendige Instandhaltung und Wartung gelten die Richtlinien der Beschlags-, Farb-, und Glashersteller, sowie die ÖNORM B5305 als verbindlich.

(technische Änderungen vorbehalten)


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