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HOLZ – DER WERTVOLLSTE BAUSTOFF

Bei einer objektiven Beurteilung aller Baustoffe nimmt Holz ohne Zweifel den ersten Platz ein. Im Einzelnen mögen andere Stoffe hier und da besser abschneiden. Es kommt aber auf eine ganzheitliche Betrachtung an. Ein umfassender Vergleich muß nicht nur sämtliche technisch-technologischen und wirtschaftlichen, sondern auch alle ästhetischen sowie biologisch-ökologischen Vor- und Nachteile erfassen. Die letztgenannten Qualitäten sind sogar entscheidend. Denn "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts" (Schopenhauer).

  1. Diffusionsfähigkeit
  2. Als Wand- und Deckenmaterial, als "dritte Haut", erfüllt Holz die wichtigste Aufgabe einer Haut, die Atmungsfähigkeit. Es sorgt für einen natürlichen Luftaustausch in den Räumen.

    Nur bei genügend hoher Frischluftversorgung fühlen wir uns wohl, bleiben gesund und leistungsfähig.

  3. Hygroskopizität
  4. Die Holzfeuchtigkeit steht mit dem Wasserdampfgehalt der Raumluft stets im Gleichgewicht. Dies führt zu einer dämpfenden Regulierung mit geringen Feuchteschwankungen. Das Niveau der Raumluftfeuchte wird infolge der hygroskopischen Wirkung insgesamt erhöht, denn es geht bei sich erhöhender Luftfeuchte wenig Wasserdampf mit dem Luftaustausch oder durch Kondensation verloren.

    Selbst unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen kommt es in Decken und Wänden aus Holz zu keiner Schwitz- und Kondenswasserbildung, weil im Porenraum, an der großen inneren Oberfläche (bis ca. 200 qm/g Holz) der Wassergehalt der Luft bis zur Dampfsättigung (100 % rel. Luftfeuchte) dampfförmig absorbiert wird. Selbst bei Speicherung in flüssiger Form könnte überschüssige Feuchtigkeit infolge der günstigen Diffusionseigenschaften des Holzes an die Außen- oder Innenluft abgegeben werden, so daß es zu keinen feuchtebedingten Bauschäden kommen kann.

    Dazu ein Tip: Statt selten und dafür längere Zeit zu lüften, ist es besser und wirkungsvoller, öfter und dafür kurze Zeit zu lüften.

  5. Sorptionsfähigkeit
  6. Von dem großen Porenraum des Holzes können schädliche Dämpfe und Gase ab- oder adsorbiert werden. Die Luft wird beim Durchgang gefiltert und gereinigt. Ähnlich wie Wolle wirkt Holz entgiftend. Auch unangenehme Gerüche verschwinden rasch, wenn ein Raum genügend große Fläche von naturbelassenem Holz besitzt.

  7. Angenehmer Geruch
  8. Holz verbreitet einen angenehmen, erfrischenden Geruch. Selbst in alten Holzhäusern wird die wohltuende Luftqualität geschätzt. Diese Eigenschaft ist auf den Eigengeruch des Holzes sowie auf dessen Sorptionsfähigkeit zurückzuführen.

    Wie häufig dagegen geben anderen Baustoffe gesundheitsschädigende und übelriechende Ausdünstungen ab.

  9. Elektrischer Halbleiter
  10. Trockenes Holz ist ein schlechter Stromleiter. Es ist zwar noch genügend leitfähig um nicht elektrostatisch aufgeladen zu werden, aber es leitet den Strom nicht wie Metalle; diese können in Häusern technische elektromagnetisch Felder (z. B. vom Hausstromnetz und von elektrischen Geräten) verbreiten und Induktionsfelder bilden.

    Auf biologische Abläufe im Organismus können solche Störungen sehr negativ und streßartig wirken.

  11. Schallabsorption
  12. Die angenehmen Klangeigenschaften von Holz sind von allen Musikinstrumenten her bekannt. Auch im Hausbau wird die schalldämmende, beruhigende, gedämpfte Atmosphäre, die von Holzbaustoffen ausgeht, sehr geschätzt. Ganz anders die hellhörigen, schallenden Räume aus Hartbaustoffen. Von diesen werden die Schallwellen der Luft reflektiert, von Holz jedoch infolge seiner Porösität gedämpft. Ähnlich wie auf Schallwellen hat Holz auch auf Vibrationen einen dämpfenden Einfluß.

  13. Positive Farbwirkung
  14. Die natürlich, stoffeigene Farbe des Holzes wirkt in ihrer milden, meist orangegelben Tönung warm und wohltuend auf den Menschen. Es geht von der Holzfärbung weder ein langweiliger, noch ein aufreizender Effekt aus, wie dies bei sekundärer, künstlicher Farbgebung oft der Fall ist. Mit Holz kann man farblich nichts falsch machen. Wer sich mit Farbpsychologie und –therapie befaßt hat, kennt diese bedeutsamen Unterschiede.

  15. Oberflächenwärme
  16. Auf Grund hoher Porosität und daher geringer Wärmeleitfähigkeit stehen Holzflächen mit der Raumlufttemperatur in einem relativ stabilen und physiologisch angenehmen Wärmegleichgewicht. In idealer Weise erfüllen solche Wände, Fußböden und Decken aus Holz die raumklimatische Forderung, daß Luft- und Oberflächentemperaturen gleich hoch sein sollen und daß ein Raum vorwiegend durch Strahlung erwärmt werden soll. Dann kommt man statt der üblichen Überwärmung auf 24 – 25°C mit 18 – 20°C gut aus. Der letztere Temperaturbereich ist der Gesundheit und auch dem Holz weitaus zuträglicher; abgesehen davon ist eine bedeutende Reduktion an Heizkosten damit verbunden.

  17. Wärmedämmung
  18. Zu den günstigen thermischen Eigenschaften des Holzes gehört auch dessen wärmedämmende Wirkungen. Die Wärmeleitzahl von Holz liegt bei 0,16 kcal/m h Grad; Zum Vergleich: Kork hat einen Wert von 0,05, Betonestrich von 0,65 und Stein bzw. Marmor von 3,0. Als fußwarm gilt ein Boden mit einer Leitzahl von höchstens 0,2. Die Wärmeisolation ist bei Fußböden besonders wichtig, da sonst leicht Erkältungen, Rheuma, Erkrankungen der inneren Organe usw. entstehen können.

    In einem Holzhaus kommt es zu einem natürlichen Klimaausgleich. Es geht relativ wenig Wärme verloren, und bei Abkühlung läßt sich ein Raum in kurzer zeit wieder aufwärmen. Auf eine ununterbrochene kostspielige Dauerheizung mit monotonem, physiologisch ungünstigem Klima kann hier verzichtet werden.

  19. Hohe Elastizität
  20. Bei gesundheitlicher Wertung von Baustoffen ist auch deren elastisches Verhalten bedeutsam – besonders gilt dies im Hinblick auf Fußböden. Ein harter, unelastischer Boden führt zu Fußbeschwerden und zur raschen Ermüdung. Bei einem federnden Holzboden ist dies nicht der Fall. Besonders in Räumen, in denen Personen viel gehen und stehen müssen (Arbeitsplätze, Küchen) sollte darauf geachtet werden. Sehr vorteilhaft verhält sich Holz auch bei Stößen; es verursacht weniger Verletzungen, was besonders für Kinder von Bedeutung ist.

  21. Keine Umweltprobleme verursachend

Holz ist niemals problematisch:

  • Bei seiner Entstehung wird das Klima verbessert (Sauerstoffzunahme, Abnahme von Kohlendioxid, Erhöhung der Luftfeuchte, Filterung der Luft).
  • Die Be- und Verarbeitung geschieht mit vergleichsweise geringem Energieverbrauch und ohne gesundheitliche Belastung.
  • Als Erzeugnis zur praktischen Anwendung u. a. im Bauwesen hat das Holz, wie dargelegt wurde, nur positive biologisch-ästhetische Eigenschaften.
  • Nachdem es schließlich ausgedient hat, läßt es sich häufig durch Neubearbeitung noch weiterverwenden.
  • Zuletzt kann es als Brennholz oder zur Kompostierung genommen werden, ohne daß die Luft oder das Grundwasser verseucht werden.

Anhang:

Zur Pflege des Blockhauses gibt es u. a. folgende Möglichkeiten:

  1. Blockwände

  1. Natur belassen:
  2. Dabei wurde das Holz mit keiner Farbe, Lasur oder dergleichen behandelt. Durch die Nichtbehandlung des Blockhauses entstehen am Anfang Wasser- bzw. Witterungsflecken am Holz und in späterer Folge eine graufarbene Eigenschutzschicht (Patina).

    Dabei ist es sinnvoll, das Blockhaus (die Außenwände) nach 4 – 6 Jahren mit Aschenlauge abzuwaschen. Dadurch bekommt das Holz seine ursprüngliche Naturfarbe fast zur Gänze zurück.

  3. Lasuranstrich:
  4. Diese Art der Pflege basiert auf einem Grundanstrich mit zwei Lasuranstrichen. Unter den Lasurfarben kann man zwischen hell (gelblich) bis dunkel (fast schwarz) wählen, wobei bei jeder Farbe eine geringe Nachdunklung eintritt.

    Die Lasurschicht sollte alle 3 – 4 Jahre bzw. je nach Witterungseinfluß erneuert werden.

  5. Deckanstrich:

Der Deckanstrich (deckende Farbe z. B. weiß) bietet einen sehr guten Schutz gegen Beschädigung durch Nässe sowie gegen UV-Strahlung. Dieser Anstrich ist jedoch bei Verletzung der Lackschicht empfindlich.

Alle 6 – 8 Jahre bzw. je nach Witterungseinfluß sollte dieser Anstrich erneuert werden. Als Farbgebung steht eine große Auswahl an Farben zur Verfügung.

Die Blockwände können massiv oder in verleimter Ausführung (2 Lamellen) hergestellt werden. Sämtliche Blöcke sind kernfrei und werden ohne Imprägnierung geliefert.

    2.  Tramdecken und Vertäfelungen innen

Die Träme werden massiv ausgeführt und können ebenfalls auf Anfrage in verleimter Ausführung hergestellt werden. Ebenso wie die Blockwände werden auch die Tramdecken und Vertäfelungen ohne Imprägnierung geliefert. Zur Pflege der Tramdecken sowie den Vertäfelungen kann man gehobeltes Holz mit einem feuchten Tuch abwischen oder das Holz selbst nachschleifen und mit Bienenwachs einlassen. Außerdem können sämtliche Holzflächen mit biologischen Innenlasuren behandelt werden. Diese Lasuren werden 1- 2 mal aufgetragen und benötigen keine Nachbehandlung.

Faustregel für Lasuren und Lacke:

"So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich!"

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